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    <title>Schreiblust auf Stichworte (10min Schreiben  - 2 Minuten lesen) : Kommentare</title>
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    <description>10min Schreiben  - 2 Minuten lesen</description>
    <dc:publisher>Thinkabout</dc:publisher>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:date>2011-10-31T14:38:27Z</dc:date>
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    <title>Schreiblust auf Stichworte</title>
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  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/49599887/">
    <title>Idee</title>
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    <description>Eine Idee - ein Gedanke, wie wir ihn vielleicht zu tausenden tagtäglich haben. Aber manchmal, ganz selten vielleicht, steht er uns zuvorderst - und wenn wir ihn dann packen, dann, ja dann kann er vielleicht ein Sämchen werden, das wir in die Erde pflanzen, dorthin, wo in unserem Kopf der Mut wächst, um ein Projekt wirklich anzugehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist läuft es ja anders: Wir sind gegenüber unseren Impulsen, unseren Ideen, die ersten Kritiker, und die gnadenlosesten. Wir schmeissen jede spontane Idee in die Tonne, als würden wir damit uns selbst gleich noch tadeln wollen, gleichsam erschreckt ab so viel Originalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo kommt sie eigentlich her, so plötzlich, diese Idee? Und wie ändern wir unsere Reflexe und nehmen einmal auf, was uns so alles an einem Tag einfällt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wäre es mit Aufschreiben? Heute haben wir iPad, Handy-Notizfunktion oder den guten alten Stift samt Zettel meist gar nicht unerreichbar weit weg. Wenn wir &quot;es&quot; aufschreiben, fangen wir den Gedanken einmal ein und legen ihn hin. Nicht wirklich weg. Auf jeden Fall liegt er noch nicht in der Tonne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee hat mit uns zu tun. Wo auch immer sie herkommt, sie ist eine Reaktion auf unsere Empfindungen und Wahrnehmungen, ein Stück Kreativität - und auch ein Indikator dafür, was wir in unserem eigenen Leben verbessert haben möchten. Ideen sind Leben, Lebendigkeit, das Ergebnis von Neugierde und Mut zu Naivität und Farbe. Vielleicht aber ist die Idee auch eine ganz praktische Schwester und legt eine einfache Änderung der eigenen Organisation nahe - und schon haben wir davon für viele weitere Handreichungen des weiteren Lebens eine Hilfe für uns geschaffen. Oft ist es doch so: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind uns gar nicht bewusst, wie viel gestalterische Kraft unser Hirn tagtäglich aufbringt, wie praktisch wir eigentlich sind. Wenn wir uns aber beobachten lernen, werden wir feststellen, dass da viel mehr wäre - wir müssten es nur zulassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Appetit kommt mit dem Essen. Und um eine Idee zu verwirklichen, sind oft weitere Ideen gefragt. Wir können davon eine ganze Menge entdecken - und dabei selbst unser Leben farbiger machen, zum Erlebnis. Selbst dann, wenn die Ideen scheitern - NACHDEM wir sie geprüft haben.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2011-10-31T14:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/49589372/">
    <title>Schock</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/49589372/</link>
    <description>Wir können es in den Nachrichten hören, und haben den Ausspruch wohl auch selbst oft sehr schnell auf den Lippen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas &quot;Schlimmes&quot; geschieht - und wir sind schockiert. Das Wort hat eine inflationäre Häufung erfahren - und nutzt sich dabei ab. Dabei müssten wir uns doch selbst bei den furchtbarsten Ereignissen immer auch fragen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet unsere Reaktion? Liegt ein solches Geschehen nicht immer in der Natur des Lebens? Da es keine Garantien auf Unversehrtheit gibt, ist jede Form von Katastrophe immer möglich. In der Art und Weise, wie wir solche Dinge kommentieren, legen wir auch offen, wie weit weg wir von diesem Bewusstsein in unseren sorglosen Alltagsverstrickungen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders störend wird es, wenn wir &quot;schockiert&quot; sind über Dinge, die nach  Hörensagen geschehen, also gewissermassen weit weg sind (und im Grunde bleiben). Denn, sind wir ehrlich, kurz nach dem &quot;Schock&quot; hat uns unser Alltag wieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre es da nicht viel ehrlicher, tiefgründiger und wertvoller, wir würden das nächste schockierende Ereignis dazu benutzen, uns wieder einmal bewusst zu machen, dass nichts, wirklich rein gar nichts an unserem nächsten guten Tag selbstverständlich ist. Und würde bei uns allen nicht mehr Platz für einen Moment der Trauer bleiben, wenn wir das mit dem Schock ganz speditiv hinter uns liessen und dem Leid wirklich einen Moment Aufmerksamkeit schenken würden? Hinter dem Schock als Sensation steckt unsere eigene Angst - oder die sofort einsetzende Verdrängung eines Verlustes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist dieser Verlust ein tatsächlicher, berührt er mein eigenes Leben, stirbt ein Freund oder geschieht ein Unglück, ein Unfall in meinem engen Bekanntenkreis, so ist doch erst recht &quot;Schock&quot; ein untaugliches Wort. Wir sind bestürzt, aufgewühlt, traurig, hilflos, möchten die Uhr einen Tag zurück drehen und eine Weiche stellen können - und wir hadern mit dem, der es an unserer Stelle nicht getan hat, egal, ob wir überhaupt an ihn glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer schockiert ist über ein bestimmtes Verhalten anderer, das er nicht goutieren mag, ist auch in diesem Urteil oft so vorschnell, wie laut: Niemand muss billigen, was andere tun, und er kann und soll es für sich selbst mit jenen Regeln halten, die ihm Orientierung und Sicherheit geben - und seinen Nächsten mit ihm. Wer aber schockiert ist, möchte am Ende ganz schnell mit anderen im Verbund den Zeigefinger erheben - das kann mich immer wieder mal tatsächlich schockieren - wobei auch ich mit dieser Aussage ganz bewusst schon eine gewisse Polemik ins Spiel bringe - einen Hader, der sich eine Korrektur des Faktischen wünscht...</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2011-10-22T19:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/3524627/#38737183">
    <title>Meine Lederhose mutiert nun auch bald wieder zur zweiten Haut. Und auch der ersten...</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/3524627/#38737183</link>
    <description>Meine Lederhose mutiert nun auch bald wieder zur zweiten Haut. Und auch der ersten geht es köstlich. Ich hoffe, sie endet nicht als Hose für jemand anderen...</description>
    <dc:creator>Oliver (Gast)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 Oliver (Gast)</dc:rights>
    <dc:date>2011-08-08T17:02:28Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/29763530/">
    <title>Ausländer</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/29763530/</link>
    <description>Ausländer - das sind &quot;die anderen&quot;. Die Fremden. Oder wir, sobald wir ins Ausland fahren. Das vergessen wir gern, weil wir dabei womöglich die Anspruchshaltung des Touristen mit uns führen, die uns erwarten lässt, dass man uns für unser Geld unterhält. Oder aber wir gefallen uns in unserer Weltläufigkeit und in der Bereitschaft, mit ein paar Worthülsen in fremder Sprache unsere kosmopolitische Ausstrahlung zu beweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausländer kommen aus Ländern. Je fremder uns diese sind, um so fremder und bedrohlicher müssen die Menschen sein, die von da kommen. Um sich in ihrer Haut zu denken, reicht es aus, sich vorzustellen, wie wir wohl agieren würden, wenn wir Ausländer in deren Land wären? Die wirtschaftliche Diskrepanz lässt uns vom hohen Ross hinunter sagen, dass wir ja nicht im Traum daran denken müssten, dass... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade unser Wohlstand rührt aber (auch) daher, dass viele unserer Vorfahren selbst bereit auf Wanderschaft gingen, sich als Ausländer behaupteten - während jüngere Generationen in jenem Wohlstand sitzen, den Gastarbeiter vor Ort für uns mit erschaffen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausländer bringen Kultur mit. Immer. Eine eigene. Sie sind der wohl mindestens so nah wie wir der unseren. Oder näher. Und womöglich ist genau das ein Problem für uns. Ausländer zu sein, bedeutet, beobachtet zu werden. Geprüft. Beurteilt. Und jedermann scheint ein Recht darauf zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wäre, wenn kein Ausländer je daran denken würde, unser Land zu besuchen? Wenn alles an uns für sie Ausland wäre? Fremd. Unattraktiv. &lt;br /&gt;
Dass dem nicht so ist, hat kaum mit unseren Betonköpfen zu tun. Sondern mit integrativer Kraft, aus der gemeinsame tolle Projekte werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Alinghi. Ein Schweizer Projekt mit sehr vielen Ausländern. Es ist genau diese Art der Vereinigung im gemeinsamen Ziel, welche uns stark macht. Und die Ausländer bei uns von Exoten zu Bürgern macht. Für einen weiten Horizont voller Neugier auf das Fremde, das kennen gelernt werden will. Darum brauchen wir auch Ausländer, die nicht Ausländer bleiben wollen.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2011-06-29T11:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/14677153/">
    <title>Gleichgewicht</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/14677153/</link>
    <description>Die Erde, die Natur, sagen wir, gerate aus dem Gleichgewicht. Wir sind eine zu grosse Bealstung für sie. Aber stimmt das auch?&lt;br /&gt;
Gerade, weil die Erde doch reagiert, weil die Natur sich verändert, wird doch dadurch das immerwährende Gleichgewicht bewiesen und bewahrt: Die Katastrophe ist nötig, damit ein wieder ruhigeres Gleichgewicht entsteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beben der Erde gibt es eine neue Ruhe, nach der Flut neues Wachstum... Was wir erkennen und verhindern wollen, ist die Veränderung. Das Gleichgewicht, das innerste Lebensprinzip, der Ursprung allen Werdens - wir sind ein Teil davon, und deshalb vermögen auch wir dies niemals auszulöschen. Wir können uns selbst ins Verderben reiten, und wahrscheinlich noch viel gründlicher, als wir das heute für möglich halten. Und vielleicht auch viel schneller. Aber die Erde wird nur wegen uns nicht untergehen oder verglühen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist in allem unsere unglaublich verbretterte, unvernetzte, kurzsichtige Denke und Beobachtungsfähigkeit, die uns nicht die nötige Sorgfalt für uns selbst entwickeln lässt, aber erst recht nicht den Blick für alles, was viel gewaltiger über uns herrscht, als es wir je erfassen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn unser Hirn sich im Triumph versteigt, wir hätten die Welt und uns selbst entschlüsselt, so gerät dadurch allenfalls unser eigenes inneres Gleichgewicht durcheinander. Mit dem Prinzip, das uns überhaupt zu solchen Sichtweisen verleitet, bleibt alles in Ordnung. Wir erfüllen das, was uns bestimmt ist. Als Menschheit. Der Einzelne aber kann sehr wohl zu seinem ganz persönlichen Gleichgewicht beitragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirgends steht geschrieben, dass ich den Konsumrausch teilen muss, die Muslimangst oder den Nachbarneid. Ich kann sehr wohl sehr gelassen das Gleichgewicht des Friedens wahren, zu dem ich in mir alle Talente mit angelegt bekommen habe, lange vor dem Tag, an dem meinem Mund zum ersten Mal die forderndsten Schreie entwichen sind, die man sich vorstellen kann. Oder war darin Angst, Anklage, Schrecken - oder als Antwort und Beruhigung Fürsorge, Liebe und Güte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In uns liegt das Geheimnis unseres Gleichgewichts. Mehr haben wir uns und der Welt nicht zu bieten.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2011-03-08T13:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/6437513/">
    <title>Eigenverantwortung</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/6437513/</link>
    <description>Ich glaube, ich stehe mit keinem anderen Wort so sehr auf Kriegsfuss, wie mit diesem Begriff. Warum? Weil ich glaube, dass die Art, wie wir diesen Begriff heute anwenden und was wir damit einfordern, sehr viel aussagt über die Veränderungen in unserer Gesellschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigenverantwortung wird heute von den Politikern eingefordert, an den einzelnen Bürger gerichtet, der dazu anzuhalten ist, selbst für sich zu sorgen. Der Einzelne muss für sich selber denken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht falsch. Aber doch irgendwie verheerend: Mit der Eigenverantwortung schwimmt die Selbstverwirklichung mit: Wer niemandem auf der Tasche liegt, kann daran denken, sich selbst zu verwirklichen. Die eigene Gelenkigkeit und Cleverness erlaubt die Verwirklichung von Lebensmodellen mit Lebensabschnittspartnern, bis man von den eigenen Vorstellungen eingeholt wird und die einen schon wieder viel weiter hinaus denken, zum nächsten &quot;Soll&quot;, das man dank seiner Freiheit erreichen will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schal und dumm wir doch geworden sind. Eigenverantwortung - das setzte man vor dreissig Jahren noch gleich mit dem persönlichen Beitrag an die Gemeinschaft. Eigenverantwortung meinte den eigenen Beitrag an Staat, Gesellschaft, Demokratie, Kirche, Nachbarschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, dass wir in nichts so sehr an Armut hinzu gewonnen haben wie bezüglich des Zustands unserer Mikrowelten: Nachbarschaftsleben, Dorfgemeinschaft, Vereinswesen, Quartierbeiz, Clubhaus. &lt;br /&gt;
Stattdessen Schrebergarten mit Zäunen, Grosse Fernseher und geschlossene Türen, Internet statt Spaziergang, Monolog statt Dialog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir leben in Kunststoff und Teer und organisieren uns die Welt herbei, die wir Zivilisation nennen und die Wachstum mit Fortschritt verwechselt. Wenn wir uns daran zu erinnern versuchen, woher wir kommen, was an uns natürlich wäre,  so beschäftigen wir uns mit einer Welt,  die längst gerne ohne uns wäre. Darob kann man schon verzweifeln. Oder sich trösten: Eines Tages ist Ruhe. Und neuer Kompost wird werden.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2010-07-22T16:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/6240821/">
    <title>Abzocker</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/6240821/</link>
    <description>Komisch, eigentlich sind diese Kerle doch am Pokertisch zuhause. Aber dafür sind sie wohl zu unehrlich geworden und tummeln sich jetzt nur noch in Banken und Aktiengesellschaften. &lt;br /&gt;
Ein Abzocker ist doch einer, welcher andere übers Ohr haut und entsprechend (un-)gehörig blufft. Ich glaube, es würde uns noch zusätzlich bekümmern, wenn wir ein Gefühl dafür bekämen, dass diese Abzocker sich selbst ganz anders sehen. Sie finden nämlich, dass sie verdienen, was sie bekommen. Und dies nicht etwa, weil sie so abgefeimt wären, wie wir es uns selbst gar nicht vorstellen können. Nein. Im Grunde sind sie Kinder der gleichen Gesellschaft wie wir. Sie glauben an das, was man uns selbst auch immer predigt und von dem wir ein Teil sind, so sehr, dass wir tatsächlich meinen, wir würden deswegen ernst genommen: Diese Herren glauben an und sehen sich als Teil des Marktes: &lt;br /&gt;
Was sie verdienen, verdienen sie wirklich . Sie haben einen Marktwert. Und wenn dieser nicht zahlt, der andere würde sicher zahlen. Und falsch liegen sie damit nicht. Warum das so ist? &lt;br /&gt;
Weil die Gierigien (also auch jene unter den Abzockern, welche wirklich das Talent zum Halunken haben) mit vollen Taschen jene Gierigen hinter sich wissen,welche ihre Taschen auch so voll kriegen wollen. &lt;br /&gt;
Und deswegen verdienen Kundenberater eben so viel, wie die Kunden in ihrem Rücken wert sind. Und die Konzernspitzen? Die Industriekapitäne, die als Manager mit goldensten Fallschirmen von Risiken reden? Auch sie sind Teil eines Marktes. &lt;br /&gt;
Und gegen den kommen wir nicht an. Er ist nicht greifbar. Aber allgegenwärtig. Wir sind als Konsumenten alle dieser Markt. Und wir würden wohl erschrecken, würde uns wirklich einmal aufgezeigt, wieviel Geld in unsere Beeinflussung investiert wird - und wie sehr wir mit unseren Verhalten mit ein Grund dafür sind, dass sich andere fühlen können wie die Masters of the Universe. &lt;br /&gt;
Wir drehen alle ein Rad mit, das die Welt nicht braucht. Und wir auch nicht für den Unterhalt unserer wirklichen Bedürfnisse. &lt;br /&gt;
Im Grunde also gibt es nur die eine grosse Abzocke: &lt;br /&gt;
Wir zocken uns die Natur aus unserem Leben und die Welt wird sich irgendwann ohne uns weiter drehen. Denn eines ist klar: Am Ende gewinnt die Bank. Nur im Film mag das einmal anders sein. In der Realität aber hat die Welt das Sauerstoffmonopol, während uns die Luft ausgehen wird.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Global</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2010-03-16T15:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/6231097/#6232819">
    <title>lohn</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/6231097/#6232819</link>
    <description>wie oft wird im familienkreis oder in der gesellschaft bei würdigung einer honorierten leistung auf die hinter dem leistungserbringer stehende frau verwiesen die das soziale umfeld des L. positiv pflegt und damit unbezahlbares leistet.&lt;br /&gt;
sagt doch alles</description>
    <dc:creator>richard (Gast)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 richard (Gast)</dc:rights>
    <dc:date>2010-03-11T10:05:41Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/6231097/">
    <title>Lohn</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/6231097/</link>
    <description>Der Versuch, eine Leistung zu beziffern. Selten gelingt er. Das Resultat ist zu tief oder zu hoch, je nach Standpunkt. Vielleicht ist er deshalb auch meist ein großes Geheimnis. Kaum einer kennt ihn, den Lohn des Nachbarn, des Kollegen. Vielleicht deshalb, weil wir selbst doch glauben, dass dieser scheiternde Versuch, siehe oben, eben doch etwas aussagt?&lt;br /&gt;
Natürlich tut er es. Eigentlich glauben wir doch an fast nix anderes, oder? Auf jeden Fall könnte man es meinen. &lt;br /&gt;
Dabei ist Lohn die viel anständigere Variante als der Bonus. Im Lohn enthalten ist das Grundverständnis, dass er gerecht ist. Zumindest für die, welche oben stehen. Schon oben stehen und da bleiben wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz werden hohe Löhne bezahlt. Dafür sind alle Sachen auch zu teuer. Das muss geändert werden. Mit Wechselwirkungsgefahr. Diesen Wirkungen denken wir allerdings meist ein bisschen hinterher. Ist ja aber auch eine Crux damit. Ohne Lohn kann man nicht leben, aber sehr wohl arbeiten. Man kann den Lohn, ist man trotzdem satt, ja durchaus auch in anderen Dingen als Geld sehen. Das macht dich dann irgendwie unabhängig und unter Umständen doch zufrieden. &lt;br /&gt;
Der Mann tut das meist freiwillig, wenn er sich, zum Beispiel, in einem Verein engagiert und dort sein hohes Renommé verdienstvoll der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Die Frau tut es gutwillig, ist dabei aber weniger frei, wenn sie sich selbstverständlich für die Familie engagiert und die Kinder erzieht. Dabei weiss sie, welchen Wert ihre Arbeit hat - zumindest zu Beginn, und das Glück, das zurück kommt, ist eindeutig und mit nichts vergleichbar. Aber mit dem Lohn, der in keinem Arbeitsvertrag steht, ist es so eine Sache. Er hat keine Garantieleistungen. Man kann ihn sich sehr wohl auch selbst kündigen. Plötzlich sieht man sich nicht mehr so sehr auf der Gewinnerseite. Die Aufwendungen für den Lohn sind grösser, als gedacht, oder man vermisst an seinem Lohn das, was andere in dem ihren mit enthalten glauben: Eine Art öffentliche Anerkennung. Die Arbeit der Krankenschwester wird respektiert. Davon hat sie zwar nicht mehr im Geldsäckel, aber immerhin. Und die Mutter, die Familienmanagerin, das handwerkliche Genie und die Führungspersönlichkeit, welche Lehrer, Ausbildner, Erzieher und Seelsorger in einem ist? Sie sollte sich immer auch Zeit für das persönliche Lohngespräch mit sich selber nehmen.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2010-03-10T12:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/6199753/">
    <title>Begeisterungsfähigkeit</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/6199753/</link>
    <description>Begeisterungsfähig sein, bedeutet enthusiastisch sein. Ich lasse mich anstecken von einer Idee, kann mich begeistern und brenne dann dafür. Ich will etwas tun, bringe mich ein und renne vielleicht gar voraus, auf jeden Fall aber hinterher. Die Begeisterungsfähigkeit ist jung. Sie lässt sich wecken, sie ist Energie, welche freigelegt wird, entzündet. Sie ist voller Kraft, fragt nicht nach dem Morgen, nicht nach den Hindernissen. Begeisterungsfähigkeit ist jetzt, schimpft Vorbehalte kleinmütig und glaubt daran, dass die Zukunft ihr und der Idee gehört. Begeisterungsfähigkeit kann einer Idee, einer Sache genau so gelten wie einer Person. So schnell, wie sie gekommen ist, so schnell kann sie verglüht sein. Begeisterungsfähigkeit ist kein Langstreckenläufer. Sie kann verpuffen, sie vergibt sich manchmal auch vorschnell nach verschiedenen Seiten. Die B. ist verschwenderisch, sie teilt ihre Kräfte nicht ein. Sie ist grosszügig, laut und manchmal auch vorschnell. &lt;br /&gt;
B. hasst die Relation, die Relativierung, das &quot;ja aber&quot;. Begeisterungsfähigkeit will vielmehr ansteckend sein, nimmt mit, wen und was sie kriegen kann, aber sie ist kein guter Streiter mit Argumenten. Der Begeisterte will nicht überzeugen: Wer überzeugt werden muss, hat nicht das gleiche Feuer, ist nicht Freund, höchstens Unterstützer im Hintergrund. Begeisterte sind Fans. Sie glauben, und mehr Wissen brauchen sie nicht. &lt;br /&gt;
Begeisterungsfähigkeit hat immer etwas Naives, der Bauch triumphiert über den Kopf, welcher Argumente, wenn übehraupt, erst im Nachhinein liefern soll. Dafür, natürlich. &lt;br /&gt;
Die B. weckt aber auch eine Energie, ohne welche Vieles gar nicht versucht würde. Aber sie braucht für ihr Ziel Freunde, welche den langen Atem spenden, wenn die Schnellkraft der Muskeln weg und diese übersäuert sind. Die B. braucht Brüder und Schwestern, welche die Idee tragen, weil sie sich zuvor eingestanden haben, dass ohne die Begeisterten das aufrichtige Anliegen gar nie hinter die eigenen Vorbehalte gedrungen wäre.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2010-02-21T15:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/6135063/">
    <title>Trennung</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/6135063/</link>
    <description>Trennung ist Schmerz. Verlust. Verzicht. Es ist unbegreiflich, dass, was eben noch Teil eines gegenwärtigen Glücks war, nun im Schlick versinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trennung ist die Erkenntnis, dass es nicht wieder auftauchen wird, dieses Gefühl, das dieses Glück war. Das Geschenk ist genommen. Geraubt. Trennungen werden sehr subjektiv empfunden. Manchmal ist man nicht nur plötzlich von einem Menschen getrennt, sondern von allen Menschen. Niemand kann wirklich abschätzen, wie tief die eigenen Wunden gehen, was &quot;man&quot; fühlen mag. Ich fühlen mag. Nie war diese allgemeine Formulierung des &quot;man&quot; so schmerzlich &quot;man selbst&quot;. Man fühlt sich entfremdet, mag gar nicht mehr in &quot;Ich-Form&quot; schreiben und denkt doch in keiner Weise mehr anders. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, dass dies auch ganz wichtig ist. Denn tatsächlich ist es ja das Wesen der Trennung, dass man lernt, wieder ganz neu als Ich zu leben. Ohne Definition in Verbindung mit einem Anderen. Dem Einen. &lt;br /&gt;
Dieser Fixstern in der eigenen Orientierung wird abgelöst. Aus der Orientierung durch Verbindung wird Positionierung durch Abgrenzung. Schutz vor Selbstzerfleischung muss her. Vorwürfe gehören dazu. Vorhaltungen an den anderen, die eigentlich immer auch mich selbst meinen. Ich will auch verletzen, denn es ist nicht recht, dass ich &quot;allein&quot; leide. Bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass &quot;man&quot; ein weiteres Mal verbrüdert und verbunden bleibt, im Leid, das man an einander empfindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Schluss bleibt vielleicht die Hoffnung, dass es gelingt, wenn die Stürme sich legen und die Unsicherheiten weichen, zu erkennen, dass das, was man durch dieses Du lernen durfte, das Ich formte, gestaltete und veränderte - und sei es nur, dass es sich besser kennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnerung - das kann auch Versöhnung werden, wenn der Abstand dazu verhilft, zu erkennen, dass man lebt. Tatsächlich und noch immer. Und dass man, nein, dass ich das will. Ich bin nicht Er. Nicht sie. Ich bin ich. Und ich darf danken für das, was war und am Schluss bei mir selbst bleiben. Auch in den Fehlern, die mir unterliefen, die ganz offensichtlich zu mir gehören und ein Teil von mir sind, mit dem ich aber umgehen darf. Mit mir selbst.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2010-01-13T07:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5819558/#6118993">
    <title>neues jahr</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5819558/#6118993</link>
    <description>Ich wünsche Euch allen ein gutes und friedliches neues Jahr. Möge es besser werden als das alte.</description>
    <dc:creator>gerdskippy (Gast)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 gerdskippy (Gast)</dc:rights>
    <dc:date>2010-01-03T13:01:21Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5819558/#5994172">
    <title>sehr schöner Beitrag. Weiter so.  Gruss</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5819558/#5994172</link>
    <description>sehr schöner Beitrag. Weiter so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruss</description>
    <dc:creator>bibliothek (Gast)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bibliothek (Gast)</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-15T13:58:19Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5819558/">
    <title>Neugierde</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5819558/</link>
    <description>Gier auf Neues? Kinder haben eine unbändige Lust, Neues zu entdecken. Je älter wir werden, um so mehr scheint mir die Neugier ein Indiz dafür zu sein, ob wir lebendig bleiben, achtsam, interessiert an unserer Umgebung. Wer neugierig ist, impliziert damit auch eine Haltung gegenüber der Welt, welche dieser Umgebung auch zutraut, noch immer Überraschungen bereit zu halten. &lt;br /&gt;
Wenn wir uns der Neugierde hingeben, wenn wir sie auskosten, das, was wir gerade entdecken, wirklich gründlich erkunden, dann können wir dabei so viel Glück empfinden, dass wir keinen Aufwand und keine positive Gedankenarbeit scheuen, um diese Haltung neu zu verinnerlichen. &lt;br /&gt;
In der Zeitung nachsehen, ob der bevorzugte Fussballverein gewonnen hat, ist keine wirkliche Neugier, sondern mehr die Befriedung einer künstlich geschaffenen Unruhe. Einen Käfer am Grashalm zu entdecken, kommt der Neugierde schon näher. Vor allem dann, wenn es sich dabei um das Kind eines Talk-Gastes im Radio handelt, der davon erzählte, wie seine Tochter am Wochenende einem solchen Käfer eine Viertelstunde lang zusah. &lt;br /&gt;
Und in dieser Zeit haben die Beiden, Tochter und Vater, NICHTS anderes gemacht, als geschaut. Nein, &lt;i&gt;hingesehen&lt;/i&gt;. Die Neugier der Kinder wird durch das Bewusstsein genährt, dass sie WISSEN, dass sie da sind, um zu lernen, zu beobachten. Kinder nehmen denn auch sehr viel mehr von ihrer Umgebung durch Imitation an, als wir glauben. &lt;br /&gt;
Während wir erwachsenen oft den Alltag vergrauen, indem wir meinen, er würde nichts Neues bereit halten. &lt;br /&gt;
Dabei ist nichts wie gestern. Und wir haben auf alles scheinbar Beständige noch kaum je wirklich hingesehen.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-13T06:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/4190599/#5698213">
    <title>Seelenzwilling</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/4190599/#5698213</link>
    <description>Hallo ich habe einen Mann kennen gelernt mit dem ich mich sehr verbunden fuehle, er denkt und fuehlt wie ich , wenn wir uns schreiben im chat fuehle ich Liebe, anziehung was veruecktes, als wir uns endlich gegenueberstanden, fuehlte ich keinen klick, doch wenn wir uns trennen, spuere ich seine unheimliche sehnsucht nach mir und ich sehnen mich auch nach ihm. Er sagt es ist als ob ein stueck von ihm fehlte. ich bin medium und hoerte er ist du und du bisst er, was mich durcheinander bringt ist das ich das wort seelenzwilling hoerte, denn ich dachte eigentlich er ist meine zwillingseele?! kann mir jemand da weiterhelfen?&lt;br /&gt;
lg</description>
    <dc:creator>Lejanie (Gast)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Lejanie (Gast)</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-12T22:06:41Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5424880/#5614826">
    <title>Ich habe  Erfolgsbiografien satt, ich will von Menschen lesen. - Mein Wille.</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5424880/#5614826</link>
    <description>Ich habe  Erfolgsbiografien satt, ich will von Menschen lesen. - Mein Wille.</description>
    <dc:creator>rosenherz</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 rosenherz</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-29T21:32:48Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5424880/">
    <title>Wille</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5424880/</link>
    <description>Er hat einen unbändigen Willen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bewundern Menschen, die sich für ein Ziel alles abverlangen können, die ihr Glück zu erzwingen vermögen. Wir fassen Mut, wenn wir vorgelebt bekommen, dass nichts unmöglich sein muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biografien lesen - ein Hobby von vielen Menschen. Und ich würde mal behaupten, dass praktisch alle diese Leser an der aussergwöhnlichen Lebensgeschichte vor allem faszinierend finden, mit welcher Hartnäckigkeit und Willensstärke ein Ziel verfolgt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen von Siegern lesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der Wille, jeder Wille, Grenzen hat, erfahren und erspüren wir, wenn wir älter werden. Wahrscheinlich ist der Wille in seiner Anlage sehr viel beschränkter als der Glaube... Aber wir wollen beim Thema bleiben und es nicht durch einen anderen Begriff ersetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch hat die Verherrlichung des starken Willens auch sehr viel mit dem Glauben an die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit von uns Menschen zu tun. Die Gesellschaft baut sich ja geradezu darauf auf, dass wir mit unserem Willen alles vermögen - zumindest die Sorge für uns selbst. Die Botschaft des Establishments ist immer: &lt;br /&gt;
Ob Du Deine Chancen packst, hängt nur von Dir ab, von Deinem Fleiss und Deinem Willen, vorwärts zu kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist so wenig falsch wie es das abschliessende Ziel meines Daseins sein sollte. Denn am Schluss meines Lebens steht da der Wille der Natur, mich dahin zurück zu führen, wo ich herkomme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wäre vielleicht auch nach dem Willen zu forschen, der den Willen bändigen oder mit Demut paren könnte und wollte. Ist es nicht so, dass wir uns sehr wohl auch eine Welt wünschen, in der wir die Gnade haben, den Willen zu finden und ihm vor allem Raum zu geben, der da nicht nach der Zukunft trachtet, sondern die Gegenwart wahr nimmt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Müdigkeit verspürt, sollte schlafen wollen. &lt;br /&gt;
Wer verzweifelt ist, sollte sich nicht mit oberflächlichen Antworten zufrieden geben. &lt;br /&gt;
Wer Orientierung sucht, sollte fragen dürfen. &lt;br /&gt;
Und genau darin auch Sinngeber für andere sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Willen, Mensch werden zu können, wäre so manche Willensstärke zu opfern - für ein Bewusstsein, das keine Tat braucht, um einen Wert im Dasein zu erkennen.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-05T11:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5345272/#5372009">
    <title>Guter Tipp</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5345272/#5372009</link>
    <description>Deinen Tipp, im Internet VOR Weihnachten schon ein bißchen angestupst zu werden, habe ich letztes Jahr bereits erfolgreich umgesetzt  ;-)  &lt;br /&gt;
An Weihnachten lief der PC auf Sparflamme, weil diese reale Begegnung viel bereichernder war, als Surfen im Netz.....und es heute mehr denn je ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei ich denke, es ist nicht falsch auch an diesen Tagen das zu tun, was man sonst in seiner Freizeit unternimmt, (und wenn das nun mal  virtuelle Begegnungen sind, sollte man sich an diesen speziellen Tagen auch nicht eine unnötige Enthaltsamkeit auferlegen, wenn man keine verlockende Alternative hat) um den Spannungsbogen der Erwartungen nicht zu überdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieser Tag wird nur die üblichen 24 Stunden haben, mancher meldet sich freiwillig zum Bereitschftsdienst, um dem Fest &quot;auszuweichen&quot;- andere vermissen ihre Freunde, mit denen sie sonst zusammen sind, in eh schon angeknacksten Beziehungen werden die sonst stumm erduldeten Mißstände deutlicher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da jeder an den Weihnachtstagen etwas dünnhäutiger ist, sensibler, melanchonischer  - und viele Enttäuschungen ob nicht erfüllter Erwartungen bereits vorprogrammiert sind, finde ich es sorgar sehr hilfreich und tröstlich, daß manche Blogs zum virtuellen Beisammensein und Gedankenaustausch einladen.</description>
    <dc:creator>Tina B.</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Tina B.</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-07T16:59:26Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5345272/">
    <title>Weihnachtsinternet</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5345272/</link>
    <description>Noch begegnen sie mir nicht, die fliegenden Schlitten und die langgestreckten Elch-Hälse, und noch bluppert kein Nikolaus seine hohoooh-Sprechblase auf den Bildschirm. Das alles will mich zum Kaufen animieren, Wohlfühlgarantie versprechen und etwas heimelig scheinen. &lt;br /&gt;
Also: Alle diese Dinge funktionieren am Fernsehen besser - und im Schaufenster sowieso. &lt;br /&gt;
Wahrscheinlich hat das damit zu tun, dass, schaut man in einen Computer, man sich sehr viel bewusster wird, wie still es in der Wohnung ist, als wenn man vor dem Fernseher hockt. Auch der Rücken ist viel eher gebäugt. Im TV bzw. davor kann ich mich richtig hinfläzen. &lt;br /&gt;
Nein, Weihnachten allein bleibt im Internet richtig was Trauriges. &lt;br /&gt;
Sind eigentlich Chaträume an Weihnachten bevölkert? Ich glaube kaum. Es ist irgendwie nicht die richtige Art, sein Elend zu entsorgen. Und seine Freude zu teilen schon gar nicht. &lt;br /&gt;
Nein. Weihnachten im Internet ist kein Fest. Es sei denn, Sie lassen es zu, dass Sie im Internet VOR Weihnachten ein bisschen angestupst werden. Vielleicht achten Sie auf den Ton in Blogs, Foren oder irgend welchen Portalen und erkennen darin, dass die Sehnsucht aller Menschen doch die gleiche ist. Und vielleicht greifen Sie dann in die Tasten und schreiben einen Brief. Per e-mail an jemanden, dem sie schon längst schreiben sollten. Warum soll nicht gerade das etwas von Weihnachten haben?&lt;br /&gt;
Es ist interaktiv, das Web. Social Media gar, aber ich glaube, das kann es höchstens noch werden. So, wie es eben ist, das Internet, ist es an Weihnachten selbst wohl eher traurig. &lt;br /&gt;
Nie zuvor und danach im Jahr läuft die Kommunikation in den hier möglichen Formen mehr auf Krücken. &lt;br /&gt;
Darum wünsche ich Ihnen schon Internet-Weihnachten. Im Netz voraus geplante Weihnachten nämlich, die in eine Begegnung offline münden, in eine Umarmung, in Gerüche und Augen, die warm leuchten, in Lichter, die nicht blinken, sondern glänzen, mit Flammen, die nicht tanzen auf dem Schirm, sondern Wärme abgeben auf dem Tisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möchten Sie nicht allein sein an Weihnachten? Gestehen Sie es sich zu und teilen Sie es mit. Per Internet. DAS ist hier und so vielleicht einfacher als es früher war, im Zeitalter der Briefe und Telefonapparate mit Rund-Wahlscheibe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wünsche Ihnen schon jetzt frohe Weihnachten. Mein Lächeln sehen Sie nicht. Aber ich habe es dank Ihnen. Denn ohne den Gedanken an Sie hätte ich diesen Text nicht geschrieben.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-25T18:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5295420/">
    <title>Natürlich</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5295420/</link>
    <description>Natürlich sein - wenn wir das jemandem attestieren, dann ist das ein grosses Kompliment. Wir meinen damit, dass er ganz &quot;sich selbst&quot; geblieben ist, vielleicht, obwohl ihm ein grosser Erfolg gelungen ist. Wir reden so von neuen Stars, bzw. bekommen es zu hören aus deren Umfeld, wobei es oft wie eine Versicherung klingt, fast ein bisschen so, wie wenn der Erfolgreiche betont, das Wichtigste wäre ihm die Familie...&lt;br /&gt;
Aber bleiben wir beim Thema: Natürlich sein, bedeutet also, bei sich selber sein, sich selbst sein. Was meinen wir damit? Wie können wir als lebende Wesen überhaupt anders? Können wir? Ja, wir wissen es selbst. Wir können uns verlieren, in Vergleichen gefangen sein, im vorauseilenden Denken, wie wir wohl beurteilt werden, und dann spielen wir eine Rolle, wir versuchen, Wahlkämpfer für uns selbst zu sein. Wenn wir für uns selbst werben, dann sollten wir das aber damit machen, dass wir ganz &quot;natürlich&quot; sind. Dass wir also nicht über unsere Wirkung nachdenken, sondern sind. Und das tun, was uns eingegeben bleibt, wenn die Eitelkeit abgelegt ist. &lt;br /&gt;
Wir möchten nämlich eins sein mit der Zeit, die uns so knapp erscheint, zu schnell läuft, flüchtig ist wie ein Gas und gleichzeitig bedrohlich in ihrem Fortschreiten. Wir möchten eins sein mit unserem Fühlen, möchten Körper, Gedanken und Emotionen im Einklang halten und geborgen sein in unserem Umfeld. &lt;br /&gt;
Wir schauen den Tieren zu, die solche Probleme nicht zu haben scheinen. Sie leben einfach. J.R. von Salis hat das so formuliert, dass er sich wünscht, er möge lernen, &quot;wie die Tiere dem Leben recht zu geben&quot;. Da war er 90 Jahre alt, und hatte wohl davon schon eine ganze Menge umgesetzt. Und als fürwahr denkender Mensch dabei sicher selbst oft gegen die fehlende Demut gekämpft, Dinge auch einfach geschehen zu lassen. Am Ende des Lebens aber kommt man der Natur näher und wird sich zwangsläufig bewusst, dass man Teil von ihr ist und damit im Werden und Vergehen sich erfüllt sehen muss - zumindest in der für uns wahrnehmbaren Existenz. &lt;br /&gt;
Wenn wir das können, in der ganzen Lebendigkeit unserer Sinne, dann leben wir wirklich natürlich - und können auch natürlich finden und akzeptieren, was zwangsläufig geschieht. Wir mögen weiter nach dem Warum fragen. Aber wir finden auch dafür dann wohl eher Wahrheiten, weil wir nicht gegen das Zwangsläufige und sich Erfüllende ankämpfen wollen. Nicht länger. Wir wollen dann vielmehr Teil davon sein. Natur. Und uns endlich spüren und entdecken.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Natur</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-03T07:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5205663/">
    <title>Seele</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5205663/</link>
    <description>Wir mögen mit unserem Körper fühlen, riechen, sehen, hören, mit unserem Geist denken. Doch woher kommt die Stimmung, in der wir das tun? Was beeinflusst unser Glück, was lässt uns unser Glück erkennen und wie definieren wir es  und warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommt die Verbundenheit von Menschen, die sich immer wieder in der einen Frage treffen: Wer bin ich? Und: Woher komme ich, wohin gehe ich? Ein glücklicher Mensch ist jemand, der in seinem Leben einen Sinn erkennt. Er kann bei sich selbst wohnen, ist in seinem Körper daheim und begegnet seinen Gedanken mit einer guten Stimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen unsere Gefühle? Sie mögen biochemisch in ihrer Entstehung erforschbar sein, aber weiter bringt uns das nicht wirklich. Dennoch ist die Seele der Ort, wo wir mit uns ausmachen, ob eine Aussage wahr ist oder nicht. Hier, in unserer gefühlten und empfundenen Mitte spüren wir jenseits aller Gedanken unserem Selbst nach und wissen ganz für uns allein in aller Stille (der Geist ruht), was nicht übertönt werden kann durch den Lärm und Aufruhr der täglichen Unwägbarkeiten: Es gibt einen Kern in unserem Wesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seele lässt sich mit Gedanken, mit Logik, mit Esoterik nicht knacken, aufbrechen. Sie ist jener Teil in uns, der vor der vergehenden Zeit keine Angst hat. Sie kennt die Zeit, als hätte sie diese erfunden. Und wir spüren diesem Inneren in uns nach, weil wir ganz unbestimmt fühlen, dass sie uns der Trost und Hort ist, in dem wir all unser Rennen und Kämpfen aufgeben können, weil wir in uns selbst ruhen und erfahren dürfen, dass das wahre Fortkommen im Loslassen liegt: Die Zeit gehen lassen können, vergehen, in ihr leben, ohne Sorge für das Morgen, lebendig, in dem wir jede Hektik aufgeben und in der Stimmung der inneren Geborgenheit wach werden.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-21T11:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5205610/">
    <title>Geist</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5205610/</link>
    <description>Wir? Ich? Was ist das eigentlich? Was sind unsere Vorstellungen wert? Alles und nichts vielleicht, sollten wir sie daran messen, wie real das ist, was wir in unseren Gedanken aufnehmen, hin und her wälzen und einordnen. &lt;br /&gt;
Wir formen Welten in unseren Gedanken. Unser Geist versucht, sich Bilder zu machen und uns die Welt zu erklären. Wir wollen, wir müssen uns oreintieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Menschen, die alles auf unsere Hirnströme zurückführen. Alles, was wir uns an innerer Mitte denken, ist nur eine Produktion unseres Hirns. Imagination, die wir gewissermassen gegenständlich machen. Wir geben ihm eine Form. Woher aber kommt der Impuls, Sinn erkennen zu wollen? Die Gedanken sind ja nur das Ergebnis davon. Woher kommen denn unsere Fragen? Wessen Geist sind sie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand geistreich ist, einen lebendigen Geist hat, was meinen wir damit? Er besitzt einen wachen Verstand. Ein heller Kopf. Ein Mensch, der nachdenkt, sich seine Gedanken macht und ihnen in Worten, Bildern oder Tönen eine Gestalt gibt, sie formt und mitteilen kann. &lt;br /&gt;
Gedanken treiben uns um, lassen uns abwesend erscheinen. Sie sind nicht reif, um besprochen, gesprochen zu werden. Sie werden gewälzt. Sprechen wir sie aus, so ist es, als würden wir sie ablegen. Und dabei einen neuen aufnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber macht unseren Geist aus? Warum wird uns eine Frage eingegeben? Unser Geist ist eine Art Gefäss, in dem die Eindrücke aller unserer Sinne sich mit unserem Verstand verbinden sollen. Je nachdem, wieviel Kontrolle wir für unsere Sicherheit zu benötigen glauben, dominiert die Ratio mehr als das Gefühl. Wir leiten Frage und Antwort daran ab. Bleibt unser Geist wach und wollen wir leben, wird er immer damit zu rechnen haben, dass ihn eines Tages eine ganz neue Frage oder eine uralte neu und viel stärker umtreibt, als wir es je vermutet hätten. &lt;br /&gt;
Bis zu jenem Punkt, wo unser Geist das Denken aufgeben möchte, weil dahinter Wahrheiten warten, für die wir im Geist keine Bilder haben,  sondern vielleicht nur noch Farben oder ein Gefühl, das Gedankenleere erträgt. Geistig ganz real.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-21T10:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5205548/">
    <title>Körper</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5205548/</link>
    <description>Nüchtern betrachtet, ist unser Körper einfach mal ein Gefäss, eine Hülle mit Inhalt. Das besondere an ihm ist, dass sein Inhalt lebt. Er bildet eine Art Universum, ein Perpetuum Mobile, dessen Antriebsenergie nur zu erahnen scheint, der sich abnützt, ja, aber nur sehr langsam, wenn auch schnell genug, dass wir darüber klagen mögen. Wir, die wir in diesem Körper wohnen, wie wir gerne sagen, tun uns oft schwer, eine richtige Beziehung zu ihm aufzubauen. Wir finden ihn, seit es Spiegel gibt, meistens nicht besonders schön (wenn es unser eigener ist) oder werden umgekehrt magisch von ihm angezogen (wollen Sie oder Ihn in diesem fremden Körper erobern). Das Fremde an ihm soll vertraut werden, die Berührung, die Wärme suchen wir, und es ist, als würden wir dabei ein wenig Versöhnung feiern mit &quot;uns selbst&quot;, dem eigenen materiellen Ist, in dem wir uns für unsere Umwelt manifestieren und in das hinein wir fragen: Wer bin ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in diesem Körper, was Materie ist oder scheint, ist viel flüssiger, als wir glauben. Alles pulsiert, erneuert sich laufend, jede Zelle befindet sich im beständigen Wandel, und das einzige, was sich zu ändern scheint, ist die Fähigkeit zu diesem Wandel, das Tempo der Erneuerung. Mit dem Altern wird gleichsam der veränderte Wandel spürbar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen erscheint uns so mancher Körper statisch, tot. Ein Stein, ein Kunststoffteil. Ein Gebrauchsgegenstand wie ein Tisch. Wir formen Körper, malen sie an, lackieren oder imprägnieren sie. Wir wollen das Beständige an ihnen noch verlängern, verewigen. Wir finden selten Trost im Bewusstsein, dass alles geboren wird und stirbt. Wir wollen erhalten, konservieren, anhalten, was nicht angehalten werden kann. Wie weit ist unser Hang zu Besitz das Ergebnis dieser falschen Wahrnehmung?&lt;br /&gt;
Unser Körper ist in seiner ganzen Erneuerungsfähigkeit und Wandelbarkeit, in seinem pulsierenden Leben, für das er uns in jeder Zelle ein Gleichnis zeichnet, der erste Zugang zu uns selbst. Mag er uns noch so fremd erscheinen.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-21T10:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5174858/">
    <title>Geschenkpapier</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5174858/</link>
    <description>Geschenke müssen nicht immer eingepackt werden, um zu gefallen. Aber wenn sie nicht spontan gemacht werden, sondern quasi auf Ansage, also zum Geburtstag oder zu Weihnachten, so sind sie es fast immer. &lt;br /&gt;
Das Geschenkpapier hat dabei ein paar grundsätzliche unverwechselbare Eigenschaften. Es ist bunt. Früher war es meist grell bunt, heute kommt es viel eher gediegen und dezent daher. Dafür glitzert es mehr. &lt;br /&gt;
Und es knistert. Es steht dabei eigentlich fast schon gesetzmässig auf gutem Fuss mit weiblichen Händen und widersetzt sich störrisch sperrig  jeder männlichen Hand: Die einen gehen liebevoll damit um, vor allem beim Einpacken, die anderen ungeschickt und ungeduldig - beim Ein- und Auspacken. &lt;br /&gt;
Geschenkpapier freut uns, obwohl wir schon während dem Auspacken denken: Wie aufwendig! Worauf wir an die Entsorgung schon gar nicht denken mögen - Farbstoffe? Beschichtungen? &lt;br /&gt;
Ein Geschenk muss auch immer perfekter werden. Und da dies sehr schwierig zu erreichen ist, böse Zungen behaupten, das läge daran, dass wir uns immer weniger gut kennen würden, muss es mindestens mit dem Geschenkpapier erreicht werden: Also ist die Verpackung höchst selten nur einfach aus Papier, sondern hat Rüschchen, Bändchen, Schlaufen und eher zusätzlich statt an Stelle davon auch noch ein Gebambel dran. Ein Glöckchen oder Fliegenpilz sollte es nicht sein, aber irgend etwas, das exklusiv und sehr individuell aussieht, auch wenn wir es genau so wie das Papier im Regal gekauft haben. &lt;br /&gt;
Das einzige Problem: Es ist zu befürchten, dass zum Geschenk auch noch eine Karte gehört. Und die muss beschrieben werden. &lt;br /&gt;
Immerhin kann man darauf hoffen, dass die Ungeduld beim Auspacken so gross ist, dass die Karte gar nicht gelesen wird und danach zusammen mit dem Papier achtlos oder versehentlich entsorgt wird. Aber eben: Sicher können Sie nicht sein. Also müssen Sie was schreiben. &lt;br /&gt;
Spätestens jetzt sollte man sich also über den Adressaten Gedanken machen. &lt;br /&gt;
Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht in diesem Moment ohne Zweifel feststellen, dass Sie ein völlig unpassendes Geschenk eingepackt haben - oder einpacken liessen... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
selber ein Thema vorschlagen? Einfach &lt;a href=&quot;mailto:kurt@thinkabout.ch&quot; &gt;mailen&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Allerhand Sachen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-07T15:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/5061275/">
    <title>Verkaufen</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/5061275/</link>
    <description>Wer im Internet etwas verkaufen will, glaubt gerne an die ultimativ durchschlagende Idee, bringt diese ins Netz und wartet dann gespannt darauf, wie schnell sie &quot;Erfolg&quot; hat. &lt;br /&gt;
Mal abgesehen, dass sich Erfolg kaum messen lässt und der wohl dann kaum je eintreten wird, wenn er aus monetären Einnahmen bestehen sollte, zeigt sich oft ein komisches Verhältnis zum drohenden Aufwand, sich erklären zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Idee erklären, ein Modell vorführen, ein Prinzip veranschaulichen, ein Beispiel illustrieren - das alles ist nicht, ist nie unter der Würde eines Verkäufers. Wer verkaufen will, muss sich erklären, muss sein Angebot darlegen, und noch der misstrauischste potentielle Kunde ist es wert, angehört zu werden. Die Zweifel anderer sind derAntrieb zur eigenen Verbesserung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur Missliebigkeit darf aussortiert werden. Was aber immer aus der Beschäftigung mit mir und meinem Angebot an Rückmeldung kommt, habe ich ernst zu nehmen. Es gibt keine Chance, ein Problem nicht ernst zu nehmen. Alles kann wichtig sein. Und das Verkaufte muss mir so in der Hand und im Geist liegen, dass ich, gestählt duch die Qualen der Kritik, überzeugt bin, das Richtige anzubieten und den Markt durchschaut zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbst dann geht es nach meiner Überzeugung gleich weiter. Wenn gezögert wird, habe ich den Weg zu wenig klar aufzeigen könnnen, wenn über die Benutzerführung lamentiert wird, habe ich zu wenig klar vorausgedacht oder programmiert, wenn eine Kleinigkeit moniert wird, sehe ich eventuell das drohende grosse Problem dahinter nicht. Ich muss bereit sein, mich selbst zu erklären, während ich das Produkt erkläre. &lt;br /&gt;
Wird es abgelehnt, darf ich dennoch nicht glauben, dass auch ich abgelehnt werde - und wenn doch, muss ich das vergessen können und die nächste Klinke ansteuern. Mit Optimismus, nicht mit Todesverachtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäufer sind Optimisten. Darum werden sie auch gerne als Schaumschläger gesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber genügend rudert, bekommt eines zurück: Respekt vor der eigenen Arbeit. Möglich, dass es nicht zum Überleben reicht, aber zum Leben mit sich selbst ist es eine gute Grundlage. Eine mit Stil.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-15T16:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/4897466/">
    <title>Aufmerksamkeit</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/4897466/</link>
    <description>Eine Frau ist 24 Jahre lang die Gefangene Ihres Vaters, ein Mädchen bleibt acht Jahre in den Händen eines unscheinbaren Mannes, ein Arbeitsloser steht unbeobachtet an der Ecke des Einkaufszentrums und versucht ein Magazin zu verkaufen. Die Nachbarin im unteren Stock - niemand hat sie je so genau gesehen, scheint es. Das schiefe Gesicht im Tram - wir meiden es. &lt;br /&gt;
Wir sehen nicht hin. Und das mit System. Wir gehen sogar so weit, dass wir das taktvoll nennen und es auch noch glauben. &lt;br /&gt;
Wir sehen nicht hin. Aber wir glotzen, wenn ein Unfall geschehen ist. Wir sind Passanten, wenn eine Frau belästigt wird, und wir versuchen, so sehr weg zu sehen, dass wir den Grund dafür schon gar nicht mehr erkennen und damit auch weniger ein schlechtes Gefühl dabei haben. &lt;br /&gt;
Aber indem wir diese Technid des Wegsehens so sehr verinnerlicht haben, sehen wir gar nichts mehr. Die Tulpen vor dem Fenster beginnen ohne uns zu blühen, die Ritzen im Mauerwerk werden von kleinsten Pflanzen geweitet, nie würden wir es beachten. Im Rinnstein schwimmt ein Papierfötzelchen, als wär&apos;s ein Mississippi-Dampfer. Im Gulli rauscht das Abwasser, als stünde man an einem Gebirgsbach. Seit Wochen haben unsere Füsse keine Erde berührt. Was sage ich. Seit Monaten. Wir leben, weil wir atmen. Nicht weil wir einatmen. &lt;br /&gt;
Die Sonne fühlen wir, weil wir geblendet werden, womöglich beim Autofahren. Es ist, als sässen wir ständig in einer Kiste, haben immer einen Zaun um uns, eine Mauer, Grenzen, bis hierher und nicht weiter. &lt;br /&gt;
Aufmerksam sind wir, wenn es darum geht, bestätigt zu sehen, was wir eh zu wissen glauben. Das braucht viel weniger Energie als die Beachtung des Neuen, Unvertrauten, unsicher machenden Phänomens. &lt;br /&gt;
Wissen Sie noch, wie das war, als Kind? Wie wenig es brauchte, dass man seine Geschichte zu spinnen begann, ja dass man sie lebte, in sie versank, zum Helden wurde. Was haben wir weniges gebraucht, um unsere Phantasie in Gang zu setzen, und nichts war uns zu gross, es nicht mindestens zu denken. Und unsere Augen waren geöffnet, die Lider nicht schwer, wir wurden nur müde, weil wir zu viel sahen, ganz bestimmt nicht, weil uns alles grau erschien. &lt;br /&gt;
Und wir, als Kind, haben hingesehen, im Tram. Mit offenem Mund. Wir ätten vielleicht gar bei der Frau unten durchs Schlüsselloch geschaut, und durch des Nachbars Zaun gesperbert. Kindern entgeht nichts. Am wenigsten unsere fehlende Aufmerksamkeit.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-29T14:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/4860707/#4863439">
    <title>Kostengünstig, kalorienfrei und legal</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/4860707/#4863439</link>
    <description>Die virtuelle Realität (eine Zusammensetzung, die sich im ersten Moment widerspricht) ist eine Einladung an die Phantasie und Vorstellungskraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gibt dem Möglichen Raum und läßt Bilder im Kopf entstehen, die wir bestimmen dürfen: eine Handvoll Eckdaten mit genügend Platz für Wunschprojektionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mancher Gedankenaustausch kann hier entstehen, der in der realen Begegnung nach dem ersten abchecken des Anderen keine Chance erhalten würde..... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant finde ich auch, daß Forscher am Human Interface Technology Laboratory der University of Washington die Technik der Virtuellen Realität (VR)entdeckt haben, um Verbrennungsopfern die Möglichkeit zu geben, vor ihren schrecklichen Schmerzen zeitweise in eine andere, schönere Welt zu entkommen. ( als Alternative zur Behandlung mit Morphium)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Nutzung im professionellen Stil signalisiert mir einen der Anziehungspunkte des Otto Normalverbrauchers, der manchmal einfach nur mal mit kleinstmöglichem Aufwand seinen Träumen ein bißchen Raum geben und der engen Welt entfliehen möchte. Kostengünstig, kalorienfrei und legal.</description>
    <dc:creator>Tina B.</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Tina B.</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-15T03:43:21Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/4860707/">
    <title>Virtuell</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/4860707/</link>
    <description>Der virtuelle Raum wird eigentlich meist als Gegenbegriff gebraucht. Er scheint ohne sein Gegenstück &quot;real&quot; oder &quot;reell&quot; gar nicht denkbar. Es ist der Versuch, eine Wirklichkeit zu beschreiben, von der wir doch annehmen, dass sie künstlich bleibt. &lt;br /&gt;
Wir haben für alle unsere Bewegungen im Internet Begriffe, die aus unserem wirklichen Leben stammen. Wir beschreiben physisch bebildert, was in einer verdrahteten Gedankenwelt passiert, in der wir &quot;Surfen&quot;, &quot;Diskutieren&quot;, &quot;Treffen&quot;, uns &quot;Verabreden&quot;. &lt;br /&gt;
Ein Netz ist es, in dem wir uns tummeln. Ein Datennetz, einerseits so fest verwebt, dass nichts verloren geht, andererseits mit so vielen Löchern, dass wir laufend verloren gehen können. &lt;br /&gt;
Und doch bekommen wir einen virtuellen Puls, wenn wir uns einlassen. Es gibt an jeder Ecke eine Gelegenheit, ein Ansprechen, dem wir uns verschreiben könnnen. Wir können kommentieren, Kontakt suchen. Richtig stellen. Provozieren. Wir können von weit her kommen, uns einmischen und in ein Haus eindringen. Unsere Spuren hinterlassen und die Füsse abwischen oder auch nicht, ungefragt, aber bitte, wenn die Tür nicht abgeschlossen ist? Wir können am Laufmeter eine Art e-mail-Kommunikation betreiben, uns genüsslich die Antwort überlegen, die Emotion hochkochen lassen und dann einen Gegenangriff starten. &lt;br /&gt;
Wir können auch einfach nur surfen, Information schaufeln, staunen, dass wir in fünf Minuten Tageszeitungenn aus allen Kontinenten auf den Bilschirm rufen können. Wir schaufeln Information, schaufeln Daten, ohne dass es je Wissen werden könnte. Wir gleichen Studenten, die sich ins Studium stürzen und von allem etwas hören, auch sich eine Meinung bilden daraus, denn schliesslich diskutiert man mit. &lt;br /&gt;
Eine Art Bildungs-Bürgertum wird vielerorts diskutiert, sobald man der virtuellen Welt eine Realität geben will, und wer will das nicht. Denn wir wollen uns zurecht finden in allen Welten, die wir entdecken. Und wir wollen Spuren hinterlassen, so bald wir denken, dass ehrbar sein kann, was wir tun. &lt;br /&gt;
Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, welches Echo wir haben können, welche Vervielfältigung sich einstellen mag, vielleicht, und was wir wohl dafür tun müssen? Und bei alledem blasen wir unser Ego auf oder tragen es schlaff im nassen Sack hinter uns her, schon lange, bevor wir es bemerken. &lt;br /&gt;
Die reale Konsequenz virtueller Erfahrungen - wir tragen sie mit uns selber aus, fernab der Tastatur...</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-13T22:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/4843363/#4846152">
    <title>und jetzt das Positive.....</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/4843363/#4846152</link>
    <description>Der Verdacht ist ein Zeitraum, der erlaubt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das Entdeckte in Relationen zu setzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-sich mit den Vermutungen vertraut zu machen und die Auswirkungen einzuschätzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-gedanklich mit Lösungsmöglichkeiten zu spielen um Dinge in Bahnen zu steuern, die dann erträglich erscheinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verständnis für etwas aufzubringen, mit dem man sich zu wenig befasst hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-sich Klarheit zu verschaffen, solange die Türen noch offen sind.....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-zu prüfen, ob die eigene Wertevorstellung/Toleranz stimmt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- der Entdeckung die nötige Gewichtung zuzuordnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verdacht setzt Interesse und Aufmerksamkeit voraus und kann ein wichtiger Schritt in Sachen Prävention gegen Verbrechen sein.</description>
    <dc:creator>Tina B.</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Tina B.</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-08T03:32:40Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://schreibmut.twoday.net/stories/4843363/">
    <title>Verdacht</title>
    <link>http://schreibmut.twoday.net/stories/4843363/</link>
    <description>Der Verdacht hat eine Kraft, die, eben erst entstanden, eine nagende, schwellende Macht entwickelt, wie ein Geschwür. Einmal gesetzt, lässt er sich nicht mehr ausrotten. Und er erhebt Ansprüche, will lauter werden, sich festsetzen, keinen anderen Gedanken mehr zulassen. &lt;br /&gt;
Mit dem Verdacht wird gespielt, gearbeitet. Er wird gesät und die Ernte ist niemals süss. &lt;br /&gt;
Verdacht zerstört Vertrauen oder legt offen, wo dieses nie bestand. Der Verdacht ist die schwerste Prüfung für eine Freundschaft, ja hat sie eigentlich schon unterlaufen. &lt;br /&gt;
Dem Verdacht kann begegnet werden, mit Offenheit. Ein Verdacht kann aber auch geschürt werden, und es liegt in diesem Fall in der Natur der Sache, dass er unter Umständen um so schwerer auszumerzen ist. &lt;br /&gt;
Der Verdacht liebt die Vermutung, denn sie kann in seinem Sinn gesteuert werden. Der Verdacht weiss, wohin er will und duldet im Grunde keinen Widerspruch mehr. Er besiegt die Vermutung. &lt;br /&gt;
Der Verdacht würde sterben, würde er zur Gewissheit. Seinem Wesen entspricht, dass er, so lange er wütet, Wunden frisst, die vielleicht über die Gewissheit hinaus Narben schlagen. Denn die Qual, die der Verdacht schürt, kann schlimmer sein als die Gewissheit, denn mit ihr ist besser umzugehen. &lt;br /&gt;
Das Ungewisse, das der Verdacht als sein Wissen reklamiert, hindert uns je länger je mehr, nicht auch zu vermuten, um dann auch zu verdächtigen und zum Komplizen des Verdachts zu werden. &lt;br /&gt;
Wir verdächtigen vielleicht mit, ohne mehr zu wissen, denn sonst müssten wir ja nicht mehr verdächtigen. &lt;br /&gt;
Je ungeheuerlicher der Verdacht, um so faszinierender ist er. Und richtet er sich gegen Personen, die wir eh im Verdacht haben, zu manipulieren, so ist er viel leichter aufrecht zu erhalten und kaum mehr auszumerzen. &lt;br /&gt;
&quot;Wir haben es ja schon immer gewusst&quot;, sagen wir dann. Und nie haben wir mehr gelogen, ohne es wissen oder sehen zu wollen. Wo Rauch ist, ist auch Feuer, sagen wir dann und andere Weisheiten. Und diejenigen, die in die Glut blasen, um das Feuer zu schüren, sind niemals die Brandstifter, weil sie nicht die Faszination des Opfers haben, das mal Täter war.</description>
    <dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
    <dc:subject>Mensch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Thinkabout</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-07T07:31:00Z</dc:date>
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