Krawall
Ist brutalisierter Protest. Aus einem Widerspruch wird Unflätigkeit, aus dem Opfer der Täter. Der Krawall ist der erste Gegner der Demokratie, subversiver Untergräber jeglicher Protestkultur.
Wer krawallt, wallt im Rausch der Gewalt, wird zum Tier oder zum Prügler, zum Demolierer und Randalierer.
Der Krawallmacher ist wie das Kind, das weiter Zoten reisst, obwohl es weiss, dass es ihm Strafe einträgt. Oder deshalb?
Wer krawallt, ist nie allein. Krawall bedingt Publikum, will eine Bühne, reklamiert das Hinsehen. Und gleichzeitig wird jeder Krawall von der Möglichkeit getragen, in einer anonymen Masse unter zu gehen.
Krawallmacher sind die Feinde des Protests und rechtfertigen, was sie verhauen: Die Staatsgewalt.
Wir Hingucker machen ebenfalls immer etwas falsch. Wir sollten am ersten Mai gar kein Fernsehen schauen. In diesem Theater sind wir nicht mal Zuschauer. An 364 Tagen im Jahr können wir dann die Energie darauf verwenden, den 1. Mai nach seinem Ursprung als Feiertag möglichst überflüssig zu machen - oder eben zum Familienfeiertag.
Krawall ist in einer Gemeinschaft absurd. In einer offenen Welt gibt es nichts einzuschlagen und umzustürzen. Was uns da umgibt, ist nicht hart als Grenze, sondern fest als Leitlinie, und es gibt Weniges, was wir nicht alle beidseits einer Linie begehen könnten. Wer Krawall macht, gibt zu, nichts Besseres zu tun haben. Er ist ein Verlierer und auch darin noch eine Niete.
Wer schlägt, ist blind, und taub, obwohl er schreit wie verrückt. Wer zerstört, hat keine Argumente, grenzt sich aus, muss zur Besinnung kommen. Aus dem Krawall wird ein Krawumm, eine Art Bumerang, und irgendwann vielleicht ein Krawarum - eine Frage an sich selbst.
Wir räumen derweil auf, und vielleicht fragen wir uns trotz allem, warum unsere Gesellschaft solche Ausgeburten hervor bringt - nicht an Menschen, sondern an Handlungen dieser Menschen. Soviel Frage nach dem Hintergrund ist dann aber nicht eine direkte Folge des Krawalls, sondern ein Trotzdem. Allein den Besonneren zuzuschreiben.
Vielleicht wäre und ist dies die grösste Niederlage der vermummten Horden...
Wer krawallt, wallt im Rausch der Gewalt, wird zum Tier oder zum Prügler, zum Demolierer und Randalierer.
Der Krawallmacher ist wie das Kind, das weiter Zoten reisst, obwohl es weiss, dass es ihm Strafe einträgt. Oder deshalb?
Wer krawallt, ist nie allein. Krawall bedingt Publikum, will eine Bühne, reklamiert das Hinsehen. Und gleichzeitig wird jeder Krawall von der Möglichkeit getragen, in einer anonymen Masse unter zu gehen.
Krawallmacher sind die Feinde des Protests und rechtfertigen, was sie verhauen: Die Staatsgewalt.
Wir Hingucker machen ebenfalls immer etwas falsch. Wir sollten am ersten Mai gar kein Fernsehen schauen. In diesem Theater sind wir nicht mal Zuschauer. An 364 Tagen im Jahr können wir dann die Energie darauf verwenden, den 1. Mai nach seinem Ursprung als Feiertag möglichst überflüssig zu machen - oder eben zum Familienfeiertag.
Krawall ist in einer Gemeinschaft absurd. In einer offenen Welt gibt es nichts einzuschlagen und umzustürzen. Was uns da umgibt, ist nicht hart als Grenze, sondern fest als Leitlinie, und es gibt Weniges, was wir nicht alle beidseits einer Linie begehen könnten. Wer Krawall macht, gibt zu, nichts Besseres zu tun haben. Er ist ein Verlierer und auch darin noch eine Niete.
Wer schlägt, ist blind, und taub, obwohl er schreit wie verrückt. Wer zerstört, hat keine Argumente, grenzt sich aus, muss zur Besinnung kommen. Aus dem Krawall wird ein Krawumm, eine Art Bumerang, und irgendwann vielleicht ein Krawarum - eine Frage an sich selbst.
Wir räumen derweil auf, und vielleicht fragen wir uns trotz allem, warum unsere Gesellschaft solche Ausgeburten hervor bringt - nicht an Menschen, sondern an Handlungen dieser Menschen. Soviel Frage nach dem Hintergrund ist dann aber nicht eine direkte Folge des Krawalls, sondern ein Trotzdem. Allein den Besonneren zuzuschreiben.
Vielleicht wäre und ist dies die grösste Niederlage der vermummten Horden...
Thinkabout - 2007.05.02, 18:19
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